New York City

Publiziert von Matthias Maier am 27. Juni 2017 unter Allgemein

New York City

New York City ist für mich das ideale Kontrastprogramm zu meinem Basler Leben und ein Ort, an dem ich immer Inspiration finde und Impulse für neue Arbeiten.

Am Liebsten bin ich in New York einfach. Ohne Stress, ohne grosse Pläne in den Tag hinein leben und alles aufsaugen, was einem so über den Weg läuft. Das beginnt meistens morgens schon, mit einem Lauf im East River Park, der nur zwei Blocks entfernt beginnt und sich bis zur Südspitze Manhattans hinzieht. New Yorker Mitläufer mit ihren muskelbepackten Oberkörpern inspirieren zum Gang ins Fitnessstudio, während ich die Bewohner aus Chinatown, die sich in der Morgensonne mit einer würdevollen Eleganz dem Qi-Gong hingeben, für ihre Ausgeglichenheit bewundere.

Aber am meisten begeistert mich die urbane Landschaft, durch welche man sich bewegt. Auf der einen Seite die Weite des Wassers, dahinter Brooklyn mit immer neuen Türmen, die in die Höhe wachsen. Auf der anderen Seite der Park, der gerade jetzt im Frühling für frische Farben sorgt und dann die berühmte Skyline von Manhattan, auch sie, immer im Wandel.

East River Park mit Williamsburg Bridge

Ich mag an New York die Ehrlichkeit, die Ungeschminktheit und das Raue der Stadt und finde es spannend, darin dann den Gegensatz zu entdecken. Die wunderschönen Fassaden der alten Häuser zum Beispiel oder wenn mich morgens das Zwitschern der Vögel weckt. Und vielleicht weil gerade Frühling ist, aber dieses Mal sind es die grünen Ecken die mir überall auffallen und die mich faszinieren. So sammle ich gerade Ansichten die Manhattan durch die grüne Brille zeigen.

NYCGrünes Manhattan

Neben den Restaurants aus aller Welt, die auf kulinarischer Seite für Abwechslung und neue Erlebnisse sorgen, sind es natürlich die Museen und die Kunst im öffentlichen Raum, welche neue Impulse geben. Besonders gefreut habe ich mich über die Robert Rauschenberg Ausstellung Among Friends im MoMA, von dessen Bilder ich sehr angetan bin. Aber auch Jeff Koons Seated Ballerina am Rockefeller Center finde ich sehr schön. Zwischen den sie umgebenden Hochhäusern mit ihren strengen Rastern und der eintönigen Farbe, wirkt sie wie ein bunter Fremdkörper und lockert die Umgebung auf.

Seated BallerinaSeated Ballerina von Jeff Koons am Rockefeller Center

Die Raster der Architektur sind es dann, die mich zurück zu meinen Bildern und den Gedanken dahinter bringen. Wenn ich zum Beispiel abends am Küchentisch sitze, blicke ich auf ein 30-stöckiges Wohnhochhaus. Von unten bis oben in jedem Stock in der Mitte das selbe grosse Fenster, wohl des Wohnzimmers. In jedem Stock das selbe Fenster und doch sieht keines gleich aus. Jedes erstrahlt in einer anderen Farbe, zeigt ein Stück weit eine andere Einrichtung. Hinter jedem Fenster ein anderes Leben, eine andere Geschichte. So nah zusammen, so gleich geformt und doch Welten entfernt und jeder für sich. Die Vielfalt hinter scheinbar gleichen Mustern.

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